Wissenschaftlicher Rückblick auf den Geriatrie-Lehrgang
- Pressemitteilung
„Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist das Herzstück geriatrischer Versorgung. Diese kann nur gelingen, wenn alle beteiligten Berufsgruppen auf Augenhöhe miteinander arbeiten.“ Dieses Fazit ziehen drei Autoren aus den Thüringen-Kliniken in ihrem Artikel in der aktuellen Ausgabe der „Pflegezeitschrift“.
Mary-Ann Spindler, Assistentin der Pflegedirektorin, Chefarzt MUDr. Viktor Ruzicka und Robert Spindler vom Sozialdienst widmen sich in ihrem wissenschaftlichen Beitrag der Fortbildung „ZERCUR GERIATRIE®“, die auch im vergangenen Jahr Mitarbeitende von Pflege, Therapie, Sozialdienst, Medizin und weiteren Professionen in Rudolstadt zusammenführte. Gemeinsam haben sie in der Fortbildung verschiedene Fachperspektiven erlebt und den Austausch zwischen den Berufsgruppen gefördert. „Reflexionen während des Kurses zeigten, dass das gemeinsame Arbeiten das Verständnis füreinander stärkt, Berufsgrenzen bewusster aushandelt und die Zusammenarbeit verbessert“, so die Autoren.
Der Bundesverband Geriatrie hatte das „Zertifizierte Curriculum Geriatrie“ (Zercur Geriatrie) als Grundlagenlehrgang entwickelt. Als erste Klinik im Freistaat boten die Thüringen-Kliniken im Jahr 2010 diesen Lehrgang erstmals an, damals unter der Leitung des damaligen Chefarztes Dr. med. Burkhard Braun. Nun übernahm MUDr. Viktor Ruzicka, Chefarzt der Klinik für Geriatrie Rudolstadt und Vorsitzender des Landesverbands Geriatrie Thüringen, die Kursleitung und knüpfte an die Tradition an.
Am 2025er Lehrgang hatten 21 Fachkräfte aus Pflege- und Therapieberufen teilgenommen, die aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sowie aus Bad Berka, Suhl und Lengenfeld unterm Stein kamen.
Die drei Autoren kommen in ihrem Beitrag zu dem Schluss, dass „Fortbildungen wie ZERCUR GERIATRIE® das Verständnis zwischen Professionen fördern“. Führungskräfte werden aufgefordert, Kommunikationsstrukturen und Reflexionsräume für eine nachhaltige, kooperative Versorgung zu sichern.
Der Artikel ist (nach der Anmeldung) bei SpringerPflege abrufbar.