Vom Praktikum ans Großgerät: Leonard Korn schließt Ausbildung zum Medizinischen Technologen für Radiologie ab

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Wenn ein Polytrauma angekündigt wird, zählt auch in der Radiologie jede Minute. Der Computertomograph muss vorbereitet sein, bevor die Patientin oder der Patient eintrifft, jeder Handgriff sitzen. Mittendrin: Leonard Korn. Der junge Mann hat Ende August seine Ausbildung zum Medizinischen Technologen für Radiologie abgeschlossen. Er ist der erste eigene Auszubildende der Thüringen-Kliniken in diesem Beruf seit der Reform der Ausbildung, mit der diese von einer schulischen auf eine betriebliche Ausbildung umgestellt wurde.

Sein Interesse an Technik brachte Leonard schließlich zur Radiologie. Besonders die Verbindung von Physik, moderner Bildgebung und Medizin faszinierte ihn schon früh. Ein Praktikum in der Radiologie bestärkte ihn schließlich in seiner Entscheidung. „Dabei habe ich schnell gemerkt, dass mir die Arbeit liegt und genau diese Verbindung aus Technik und Medizin gut zu mir passt“, erinnert er sich.

Drei Jahre dauerte die Ausbildung. Theorie an der Berufsschule und Praxis wechselten sich ab, Einsätze in der Röntgendiagnostik ebenso wie in der Strahlentherapie und der Nuklearmedizin, unter anderem in Bad Berka und Gera. Genau diese Vielfalt schätzt Leonard. „Man erkennt, wie die Abteilungen zusammenhängen und wie die radiologischen Teilgebiete ineinandergreifen“, sagt er. Auch die Prüfungen bilden die ganze Breite seines Fachgebietes ab: vier praktische, zwei theoretische und eine mündliche Prüfung standen am Ende.

Was ihm besonders in Erinnerung bleibt? Die aufregenden Momente, Notfälle, Polytraumen im CT, überraschende Befunde in CT und MRT. Und die Erkenntnis, dass in diesem Beruf kein Tag dem anderen gleicht: neue Krankheitsbilder, neue Befunde, jeden Tag etwas Neues. „Faszinierend finde ich auch die Arbeit mit offenen radioaktiven Stoffen in der Nuklearmedizin oder die Therapie krebskranker Patienten durch Strahlung“, sagt Leonard.

Mit dem Abschluss in der Tasche könnte er in jedem der drei Fachgebiete anfangen. Seine Entscheidung ist gefallen für die Radiologie und für die Heimat. „Ich wollte gern in der Region bleiben“, sagt er. Ab dem 1. September 2026 verstärkt Leo das Team der Radiologie am Standort Rudolstadt, wo er bereits während seiner Ausbildung im Einsatz war.
Seine Praxisanleiterinnen Simone Himmelreich und Steffi Krimmler haben Leonard zur Zeugnisausgabe begleitet: „Wir freuen uns außerordentlich, dass sich Leo für die Thüringen-Kliniken entschieden hat, und wünschen ihm für den Start in Rudolstadt viel Erfolg.“