Saalfelder Klinik als regionales Traumazentrum im Traumanetzwerk Deutschland zertifiziert

  • Pressemitteilung

Nach einem Unfall müssen Schwerst- und Schwerverletzte schnell und optimal versorgt werden – dies geschieht in den Kliniken, die Bestandteil des Traumanetzwerkes Thüringen sind. Der Klinikstandort Saalfeld gehört seit 2010 als regionales Traumazentrum dazu.

Oberarzt Dr. med. Torsten Will von der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und Chefarzt Dr. med. Lars Kummer von der Zentralen Notaufnahme zeigen die Urkunde des regionalen Traumazentrums Saalfeld.

Thüringen weist bei der medizinischen Versorgung von schwerverletzten Unfallopfern seit einigen Jahren eine sehr gut ausgebaute Versorgungsstruktur auf – dank des zertifizierten Traumanetzwerks Thüringen, in dem 24 Unfallchirurgien der Thüringer Krankenhäuser untereinander und mit den Rettungsdiensten sowie den Leitstellen eng zusammenarbeiten. Dies führt zu einer Leistungsfähigkeit, die es ermöglicht, in jeder Region Thüringens Schwerverletzte innerhalb kurzer Zeit optimal zu versorgen und viele Leben zu retten. Die acht lokalen, 13 regionalen und drei überregionalen Traumazentren stellen eine flächendeckende Versorgung von Schwerverletzten auf höchstem Standard sicher. Zu den an diesem Netzwerk beteiligten Kliniken gehört die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie in Saalfeld unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Uwe-M. Petereit als regionales Traumazentrum. Vor wenigen Tagen wurde sie im Rahmen des „TraumaNetzwerks DGU“ erneut erfolgreich zertifiziert.

Mit dem Zertifikat wird den beteiligten Kliniken bescheinigt, im eigenen Haus effizient und schnell eine medizinische Versorgung schwerverletzter Patienten zu garantieren und untereinander gut vernetzt zu sein, um bei Weiterverlegungen eine lückenlose Behandlungskette zu gewähren. Die Saalfelder Unfallchirurgen und ihre Partner wiesen in den zurückliegenden Monaten erneut nach, dass sie alle Voraussetzungen für die medizinische Versorgung Schwerverletzter erfüllen.

Direkt an der Unfallstelle erfolgt die Erstversorgung durch den Notarzt und den Rettungsdienst, daraufhin wird – entsprechend der Verletzungen – die Verlegung in eine der am Traumanetzwerk beteiligten Kliniken vorgenommen. Oberarzt Dr. med. Torsten Will, Unfallchirurg in Saalfeld und selbst als Notarzt unterwegs, verwies auf die hohe Fachkenntnis der an der medizinischen Versorgung beteiligten Mitarbeitenden, die ATLS-geschult sind. ATLS (Advanced Trauma Life Support) ist ein weltweites Ausbildungskonzept, dessen Ziele die schnelle und genaue Einschätzung des Zustandes des Traumapatienten, die prioritätenorientierte Behandlung und die Entscheidung, ob die eigenen Ressourcen zur Behandlung des Patienten ausreichen oder ein Transfer des Patienten zu erwägen ist, sind. „Bis auf schwere Schädel-Hirn-Verletzungen können wir alle Patienten mit einem Polytrauma adäquat in Saalfeld versorgen“, erklärte Oberarzt Dr. Will. Er verwies auf die enge Zusammenarbeit mit der Zentralen Notaufnahme der Thüringen-Kliniken, die mit einem modernen diagnostischen und therapeutischen Leistungsspektrum rund um die Uhr die Notfallversorgung gewährleistet.

Ebenso zertifiziert wurde in diesem Jahr die Klinik für Unfallchirurgie am Standort Pößneck. Das Team von Chefarzt Dr. med. Thomas Weidermann steht als lokales Traumazentrum zur Verfügung.