Rudolstädter Gymnasiastinnen präsentieren Seminarfacharbeit zur Arbeitssituation im Krankenhaus
- Pressemitteilung
Wie erleben die Menschen in der Notaufnahme, im OP oder auf der Intensivstation ihren Arbeitsalltag – und was verändert die Krankenhausreform? Fragen, über die derzeit bundesweit diskutiert wird. Gestellt haben sie diesmal zwei, die man in dieser Debatte nicht unbedingt erwartet: Martha Matzke und Mo Hausdörfer, Zwölftklässlerinnen am Gymnasium Rudolstadt.
Für ihre Seminarfacharbeit „Analyse zur Beanspruchungssituation des medizinischen Personals in der stationären Versorgung unter Berücksichtigung der Krankenhausreform“ befragten die beiden am Klinikstandort Saalfeld 100 Mitarbeitende aus Pflege und ärztlichem Dienst – unter anderem aus der Zentralen Notaufnahme, der Anästhesie, dem OP und der Intensivstation. „Wir wollten untersuchen, wie Reformen Arbeitsbelastung und Versorgungsqualität beeinflussen und durch Aufklärung Orientierung schaffen“, sagten die Gymnasiastinnen bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse.
Diese Ergebnisse spiegeln wider, was Beschäftigte in Krankenhäusern deutschlandweit berichten: Ein Großteil der Befragten empfindet die Arbeitsbelastung als hoch, viele nennen administrative Aufgaben und den Fachkräftemangel als größte Herausforderungen. Zugleich zeigt die Befragung, was in den Thüringen-Kliniken trägt: eine stark ausgeprägte kollegiale Unterstützung und eine Zusammenarbeit im Team, die als sehr gut bis gut bewertet wird.
Geschäftsführer Dr. med. Thomas Krönert zeigte sich von Arbeit und Vortrag sehr beeindruckt und lobte die Präsentation als „runde Sache“. Fachlich betreut wurde die Seminarfacharbeit in den Thüringen-Kliniken von Pflegedirektorin Sylvia Aschenberner und Dr. med. Susann Faber, Oberärztin in der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie.