Premiere in der Handchirurgie: Neue Vollgewindeschraube erstmals in Deutschland eingesetzt
- Pressemitteilung
Ein medizinischer Meilenstein in den Thüringen-Kliniken: Dr. med. Stefanie Säuberlich, ltd. Oberärztin der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und Spezialistin für Handchirurgie, hat in der vergangenen Woche als Erste in Deutschland eine neu entwickelte, patentierte durchbohrte kopflose Vollgewindeschraube im Rahmen einer handchirurgischen Operation eingesetzt.
Die intramedulläre Verschraubung ist ein bewährtes Operationsverfahren in der Handchirurgie. Neu ist jedoch der Einsatz dieser speziell entwickelten Titanschraube, die erstmals in Deutschland bei dieser Technik verwendet wurde. Das Implantat wurde von der Technischen Kommission der Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (AO) offiziell zugelassen und erweitert die bestehenden Behandlungsmöglichkeiten. Die Schraube bietet gegenüber bisherigen Implantaten mehrere Vorteile: Sie ermöglicht eine stabile Versorgung der Fraktur, schont das umliegende Gewebe und kann dauerhaft im Körper verbleiben. Ein späterer Eingriff zur Entfernung des Implantats ist daher in vielen Fällen nicht erforderlich.
Für die Patientinnen und Patienten bedeutet dies eine schonendere Behandlung mit einer geringeren operativen Belastung. Gleichzeitig eröffnet das neue Implantat zusätzliche Möglichkeiten in der modernen handchirurgischen Versorgung.
„Innovationen haben dann ihren größten Wert, wenn sie den Menschen unmittelbar zugutekommen“, sagt Dr. med. Stefanie Säuberlich. „Mit dieser neuen Technik können wir unseren Patientinnen und Patienten in vielen Fällen eine noch schonendere Versorgung ermöglichen.“
Mit dem erstmaligen Einsatz dieser neu entwickelten Vollgewindeschraube im Rahmen der intramedullären Verschraubung unterstreichen die Thüringen-Kliniken ihren Anspruch, innovative Entwicklungen frühzeitig in die Patientenversorgung zu integrieren und ihre spezialisierten Behandlungsangebote kontinuierlich weiterzuentwickeln.
