Drei Wochen, drei Perspektiven: Schülerpraktikum in der Medizin

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Den menschlichen Körper hat Magdalena Jecke aus drei Blickwinkeln kennengelernt. Im OP stand sie neben den Chirurgen und beobachtete deren filigrane Arbeit. Eine Woche später saß sie vor den Bildern, die in der Radiologie per Röntgen, CT oder MRT entstehen und befundet werden. Zum Abschluss begleitete sie die Ärztinnen und Ärzte der Kinder- und Jugendmedizin zwischen Normalstation und Neonatologie.

Drei Wochen Schülerpraktikum, drei Fachrichtungen, ein klares Ziel: Nach dem Abitur möchte Magdalena Medizin studieren. „Es ist meine erste Erfahrung im Krankenhaus, auch wenn ich aus Gesprächen zu Hause schon einige Details kannte“, erzählt die Schülerin. Ihre Mutter arbeitet im Krankenhaus.

Was sie am meisten beeindruckt hat? Die Präzision im OP. „So filigran hätte ich mir das gar nicht vorgestellt.“ Ein Kontrastprogramm war dann die abschließende Woche in der Kinder- und Jugendmedizin: Mit den kleinen Patientinnen und Patienten muss ganz anders gearbeitet – und ganz anders aufgeklärt – werden als auf der chirurgischen Station.

Zwei Erkenntnisse nimmt Magdalena aus den Thüringen-Kliniken mit: dass die kollegiale Zusammenarbeit zwischen den Fachdisziplinen entscheidend für den Behandlungserfolg ist. Und dass Ärztinnen und Ärzte deutlich mehr dokumentieren müssen, als sie erwartet hätte.

Weitere Praktika sollen folgen: „Ich möchte noch weitere Fachrichtungen kennenlernen.“ Der Einblick ins klinische Geschehen hat sie in jedem Fall bestärkt, der Weg in die Medizin steht fest.