Dr. med. Berit Wenda zur Chefärztin berufen
- Pressemitteilung
Psychiatrie braucht Zeit, Vertrauen und Verlässlichkeit. Dafür steht Dr. med. Berit Wenda seit 21 Jahren an den Thüringen-Kliniken, zunächst als Oberärztin, seit 2008 als Leitende Oberärztin. Zum 1. Oktober 2026 hat der Aufsichtsrat sie zur Chefärztin des Zentrums für Seelische Gesundheit berufen.
Ihr beruflicher Weg begann in Jena. Dort studierte sie von 1990 bis 1996 Medizin und arbeitete anschließend acht Jahre als Assistenzärztin in der dortigen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. 2005 wurde sie Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und promovierte über Demenzerkrankungen. Weitere Schwerpunkte waren die Psychopharmakologie und die strukturelle und funktionelle Bildgebung bei Psychosen. Im Oktober 2005 wechselte sie an die Thüringen-Kliniken. 2018 erwarb sie zusätzlich die Facharztanerkennung für Psychosomatische Medizin.
Ihr fachliches Profil ist breit. Dr. Wenda ist ausgebildete Supervisorin und verfügt unter anderem über die Fachkunde Verhaltenstherapie, Zertifikate in Gerontopsychiatrie und Suchtmedizin und eine Zusatzqualifikation in Arzneimittelsicherheit. In Saalfeld hat sie neue klinische Bereiche mitkonzipiert und aufgebaut. Seit vielen Jahren pflegt sie die Zusammenarbeit mit den zuweisenden Praxen und den komplementären Einrichtungen.
„Ich übernehme eine Klinik mit einem sehr guten Ruf in ganz Thüringen“, sagte sie zum Fundament, auf dem sie aufbauen will. Die hohe fachliche Qualität will sie fortführen und dem gesamten Team Stabilität und Verlässlichkeit geben. Das Ziel besteht darin, die Versorgung gemeinsam weiterzuentwickeln, im Sinne der Patientinnen und Patienten.
Die Menschen in der Region werden älter. Dafür bringt die neue Chefärztin viel Erfahrung in der Alterspsychiatrie mit. In ihrer klinischen Arbeit verbindet sie biologische Therapieansätze mit der Verhaltenstherapie –und zwar für alle Altersgruppen. Das eröffnet vor allem in der Behandlung von Depressionen neue Möglichkeiten. „Um die Versorgung vor Ort weiter zu stärken, möchte ich außerdem die Kooperation mit dem Deutschen Bündnis gegen Depression fortführen“, blickte sie voraus.
Auch nach innen setzt Dr. Wenda klare Akzente. Die Stärken aller Berufsgruppen will sie gezielt fördern, von Ärztinnen und Ärzten über Pflege und Psychotherapie bis zu den Spezialtherapien. Den Fachkräftemangel spürt auch ihre Klinik. Umso wichtiger ist ihr eine strukturierte Weiterbildung: Assistenzärztinnen und -ärzte sollen eng fachlich begleitet und in ihren individuellen Fähigkeiten gefördert werden.
Ein Leitgedanke prägt ihre Arbeit: „Gute Psychiatrie gelingt nur gemeinsam, für unsere Patienten und unser Haus.“
Das Zentrum für Seelische Gesundheit – Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin – der Thüringen-Kliniken bietet Menschen mit psychischen Erkrankungen ein vielfältiges Behandlungsangebot. Für die stationäre Behandlung stehen am Standort Saalfeld sieben Stationen zur Verfügung. Für die teilstationäre und ambulante Behandlung gibt es in Saalfeld und in Rudolstadt je eine psychiatrische Tagesklinik und eine Psychiatrische Institutsambulanz (PIA).
„Wir freuen uns, dass mit Dr. Wenda eine Ärztin die Verantwortung übernimmt, die dieses Haus kennt und die ihm verbunden ist“, sagte Geschäftsführer Dr. med. Thomas Krönert. Der neuen Chefärztin steht ein motiviertes multiprofessionelles Team zur Seite.
Dr. Wenda folgt auf Dr. med. Thomas Sobanski, der die Klinik im Sommer auf eigenen Wunsch verlassen hat.
