Antje Weller ist Atmungstherapeutin
- Pressemitteilung
Atmen ist selbstverständlich. Rund 20.000 Atemzüge macht ein gesunder Mensch am Tag, meist ohne einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden. Erst wenn jeder Atemzug zur Anstrengung wird, zeigt sich, wie kostbar er ist. Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung wissen das. Patientinnen und Patienten, die auf der Intensivstation mithilfe einer Maschine beatmet werden, erst recht.
Für genau diese Menschen gibt es an den Thüringen-Kliniken nun eine ausgewiesene Expertin: Antje Weller, Fachschwester für Anästhesie und Intensivpflege, hat ihre berufsbegleitende Ausbildung zur Atmungstherapeutin erfolgreich abgeschlossen. Zwei Jahre Zusatzqualifikation neben dem Dienst liegen hinter ihr. Absolviert hat Schwester Antje die Weiterbildung bei der Deutschen Gesellschaft für pflegerische Weiterbildung in Neu-Ulm. Eine Initialzündung waren die Fortbildungen von Harald Keifert in Saalfeld. Er ist selbst Fachkrankenpfleger für Intensivmedizin und Anästhesie sowie Atmungstherapeut.
Als Atmungstherapeutin ist Antje künftig Ansprechpartnerin für viele Fragen rund um Pneumologie und Beatmungsmedizin. „Ich kann mir vorstellen, gemeinsam mit unseren Ärztinnen und Ärzten Beatmungsstrategien auf der Intensivstation zu gestalten und ebenso Menschen mit verschiedenen Lungenerkrankungen, wie zum Beispiel COPD oder Schlafapnoe zu betreuen“, blickt sie voraus. „Mit meiner Qualifikation sehe ich mich als Mittlerin zwischen ärztlichem und Pflegedienst.“
Darüber hinaus bringt sie ihre fachliche Expertise in die geplante Einführung der Atmungstherapie an den Thüringen-Kliniken ein. Das dafür erforderliche Konzept soll gemeinsam entwickelt werden. Beteiligt werden die Atmungstherapeutinnen, die Pflegeleitung, die verantwortlichen Ärztinnen und Ärzte sowie die für Finanzierung und Ressourcenplanung zuständigen Bereiche. Ziel ist es, fachliche Anforderungen, organisatorische Strukturen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen von Beginn an miteinander abzustimmen und die Atmungstherapie nachhaltig in die Versorgung zu integrieren.
„Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit respiratorischen Einschränkungen ist im intensivmedizinischen Kontext eine komplexe Herausforderung, die hohe Anforderungen an fachliche Kompetenz und interprofessionelle Zusammenarbeit stellt“, erklärt Pflegedirektorin Sylvia Aschenberner, die die Weiterbildung in der Atmungstherapie ausdrücklich begrüßt hat. Der Ausbau der Kompetenz geht weiter: Eine weitere Schwester der Intensivstation wird die berufsbegleitende Weiterbildung im kommenden Jahr abschließen.
Und das Ziel? Für Schwester Antje ist es klar: mit der Atmungstherapie das Optimum für die Patientinnen und Patienten zu erreichen – für mehr Lebensqualität, Atemzug für Atemzug.
