Plantarfasziitis - Fersensporn

Besonders liegt uns am Herzen, wie Sie als Patient selbst aktiv die Behandlung unterstützen können bzw. wie Sie dazu beitragen können, damit es möglichst rasch zu einer Beschwerdelinderung mit Heilung kommt.

Sowohl an der Achillessehne als auch an der Sehnenplatte der Fußsohle (Plantarfaszie) gibt es typische „Schwachstellen“, an denen Verschleiß- und Überlastungsveränderungen auftreten. Besonders gefährdet ist der Sehnenanteil nahe der Anheftung der Ferse. Der Ausdruck Fersensporn beschreibt eine knöcherne Ausziehung nahe der Ferse an der Anheftungsstelle der Sehnenplatte. Dieser Sporn ist im seitlichen Röntgenbild gut erkennbar. Ursächlich für die vom Patienten beklagten Beschwerden ist aber der chronische Reizzustand der Sehnenplatte.

Im Rahmen dieses Reizzustandes kommt es zu einer entzündlichen Veränderung des Sehnengewebes mit Schwellung und Druckschmerzhaftigkeit. Der im Rönt-genbild erkennbare Fersensporn ist also nicht die eigentliche Ursache der Beschwerden, sondern die entzündliche Sehnenplatte. Bei vielen Patienten ist ein Fersensporn im Röntgen erkennbar, ohne dass Beschwerden vorliegen. Umgekehrt haben etliche Patienten typische Fersenschmerzen, ohne dass ein knöcherner Sporn vorliegt. Die medizinisch korrekte Diagnose lautet deshalb: „Plantarfasziitis“, d.h. entzündlicher Reizzustand der Sehnenplatte unter der Fußsohle.


Typische Beschwerden: Gewebereizzustände werden durch Belastung ausgelöst und verstärkt. Anfänglich kommt es nur bei längerer Belastung (ausgedehnte Wanderungen) zu Schmerzen unter der Ferse. Manche Patienten berichten vor allem über Schmerzen am Morgen bei den ersten Schritten oder wenn sie zur Ruhe kommen.


Die Diagnose wird anhand der typischen Beschwerden und klinischen Untersuchung gestellt. Wie bereits erwähnt, spielt der im Röntgenbild erkennbare Fersensporn eine untergeordnete Bedeutung, da er nicht für die Beschwerden verantwortlich ist.

Behandlung & Therapie

Erfreulicherweise ist die konservative Therapie des plantaren Fersensporns in über 95% erfolgreich. Ein multimodaler Ansatz für meist zur kompletten Heilung.

Orthopädietechnik

Der Grundbaustein bildet die richtige Einlage, mit weicher Polsterung der schmerzhaften Plantarfaszie. Man spricht auch von einer Bett.

Physiotherapie

Durch Dehnen von Bänder und Sehnen kann der Zug auf die Plantarfaszie reduziert werden. Auch Massagen, Kälte- und Wärmetherapie können den Verlauf positiv beeinflussen.

Medikamente

Bei sehr starken Schmerzen kann eine lokale Injektion (Infiltration) von Schmerzmitteln und evtl. Steroiden durchgeführt werden.

Wird trotz allen Maßnahmen keine Schmerzfreiheit erreicht, kann eine Operation durchgeführt werden. Wie können Sie als Patient/in beitragen?

  • Konsequente Dehnübungen der Achillessehne und der Plantarfaszie
  • Nutzung einer Fascienrolle
  • Führen Sie die Dehnübungen der Achillessehne und der Plantarfaszie konsequent 2x täglich durch!
  • Achten Sie darauf, dass die Ferse im Schuh immer weich gebettet und gut gepolstert ist!
  • Vermeiden Sie Überlastungen des Fußes!
  • Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente in der akuten Phase.

Nehmen Sie rechtzeitig die schmerz- und entzündungshemmenden Medikamente ein.