Reizdarmsyndrom und Nahrungsmittel- Intoleranzen – eine Epidemie der fehlenden Mikroben im Darm

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Veranstaltungdetails
Datum 06.02.2020, 17:00 - 18:30 Uhr
Einrichtung Thüringen-Kliniken
Adresse Kongresshaus Rosengarten
Berliner Platz 1
96450 Coburg
Veranstaltungsort Kleiner Saal 2/3
Das Reizdarmsyndrom zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes. Schätzungsweise sind zwischen 15 bis 20 % der Bundesbürger betroffen.Die Ursachen dafür sind vielfältig, wie z. B. übertriebener Einsatz von Antibiotika oder falsche Ernährung. Die Symptome betreffen den Darm (Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Blähungen) und können sich auch außerhalb des Darmes manifestieren. Oft spielen Nahrungsmittelintoleranzen eine wichtige, beitragende Rolle. Nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen spielen die Mikroorganismen im Darm eine entscheidende Rolle bei der Entstehung dieser Erkrankung. Eine veränderte Zusammensetzung dieser “gigantischen Wohngemeinschaft“ im Darm (Dysbiose) ist u. a. für eine vermehrte Durchlässigkeit der Darmbarriere (“leaky gut“) und Mikroentzündungen in der Darmschleimhaut verantwortlich. Die klassische pharmakologische Therapie verschafft selten Beschwerdefreiheit. Die Modulation der Darmmikrobiota mit Prebiota, Probiotika, Synbiotika oder fäkalem Mikrobiota-Transfer (Stuhltransplantation) kann bei vielen Patienten zu einer signifikanten klinischen Besserung führen. Ebenfalls kann mit einer speziellen Ernährung (low FOD-MAP) bei vielen Betroffenen Beschwerdefreiheit erreicht werden.
Ziel dieses Arzt-Patienten-Seminars ist es, die Patienten auf die neuesten Behandlungsmethoden aufmerksam zu ma-chen. Wir würden uns über Ihr Interesse und eine rege Teil-nahme sehr freuen.

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