Thüringen-Kliniken beteiligen sich am Welttag der Patientensicherheit

(16.09.2020)

Saalfeld. Die Patientensicherheit als vorrangiges Gesundheitsziel anzuerkennen und Maßnahmen zu ergreifen, um Schaden von Patientinnen und Patienten im Gesundheitswesen zu verringern – das haben sich die Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation WHO vorgenommen, als sie im vergangenen Jahr den 17. September zum „Welttag der Patientensicherheit“ ernannt haben. Die Thüringen-Kliniken beteiligen sich an ihren drei Klinikstandorten Saalfeld, Rudolstadt und Pößneck an diesem Tag und informieren über eigene Initiativen.

Patientenarmbandvergrößern Einer Patientin wird ein Armband angelegt, das für die Dauer des stationären Aufenthaltes auch zum Identifizieren genutzt wird. Foto: Juliane Ilg In einem Krankenhaus existieren verschiedene Hochrisikobereiche, in denen Fehler passieren können. Um diese Risiken so weit wie möglich zu minimieren, gibt es in den Thüringen-Kliniken eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit. Dazu gehört vor allem das persönliche Patientenarmband zur Identifikation: Um die Patienten während ihres stationären Aufenthaltes bei allen Behandlungsschritten eindeutig und sicher identifizieren zu können, bekommen sie am Aufnahmetag ein persönliches Patientenarmband. Damit lässt sich zum Beispiel die Verwechslungsgefahr im OP oder bei Untersuchungen verringern.  
Außerdem gibt es OP-Sicherheitschecklisten. Vor Beginn eines Eingriffs werden die persönlichen Daten des Patienten überprüft, außerdem die betreffende Körperstelle und die Körperseite abgeglichen. Standardisierte Fragen vor der Operation dienen dazu, den Patienten und die beabsichtigten operativen Maßnahmen eindeutig zu identifizieren und damit Eingriffs- sowie Seitenverwechslungen zu vermeiden.
Seit einigen Jahren besteht in den Thüringen-Kliniken ein Meldesystem für kritische Ereignisse. Innerhalb dieses Fehlermeldesystems mit der Bezeichnung „CIRS“ (Critical Incident Reporting System, zu deutsch: Berichtssystem zur Meldung von kritischen Ereignissen) berichten die Mitarbeiter anonymisiert über Beinahe-Schäden, kritische Ereignisse oder Fehler. Ziel ist es, die möglichen Fehler zu analysieren sowie Arbeitsabläufe und Strukturen zu verbessern.
Weitere Maßnahmen zum Erhöhen der Patientensicherheit sind unter anderem Medikamenten-Interaktionschecks durch die klinikeigene Apotheke, Schulungen der Pflegenden zur Dekubitus-Prophylaxe sowie Informationen der Patienten zur Sturzvermeidung. Erst vor wenigen Monaten wurde ein Video-/Audiodolmetscher eingeführt, der gerade bei Arztgesprächen oder bei der Aufklärung vor einem Eingriff von großer Wichtigkeit ist.
Zum Welttag der Patientensicherheit können sich alle Interessierten in den drei Klinikstandorten informieren – es liegen zahlreiche Flyer und Broschüren des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. aus.

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