Die "künstliche Intelligenz" unterstützt die Arbeit des Endoskopikers

(02.09.2020)

Saalfeld. Der Dickdarmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsformen. Durch die Einführung von sogenannten Vorsorge-Koloskopien konnte die Zahl der Darmtumore um mehr als ein Drittel reduziert werden. Mit dem Einsatz der sogenannten “künstlichen Intelligenz“ kann das Erkennen von Darmpolypen noch weiter verbessert werden.

Die neuartige Endoskopie-Technologie wird in dieser Woche mit Unterstützung der Firma Pentax durch das Team von Professor Dr. med. Peter Konturek getestet. Die ersten Ergebnisse sind sehr erfolgversprechend. 

KI in der Endoskopievergrößern Professor Dr. Konturek untersucht einen Patienten mit neuartiger intelligenter Endoskopie. Die Detektion von Polypen kann mit dieser neuartigen Methode deutlich verbessert werden. Das liegt zum einen an der speziellen Software zur Polypen-Auffindung und zum anderen an der speziellen Konstruktion des Endoskops, das an der Spitze einen Ballon zur besseren Fixierung des Gerätes hat. Während der Koloskopie wird der Untersucher durch spezielle Markierungen auf dem Bildschirm auf auffällige Schleimhaut (Polypen) hingewiesen. Auf diese Weise kann die Polypen-Erkennungsrate (die sogenannte Adenom-Detektionsrate) verbessert werden. Das Endoskop agiert im Prinzip als virtueller Zweituntersucher.
"Es ist eine sehr erfolgversprechende Methode, und wir freuen uns sehr, die Möglichkeit zu erhalten, die “künstliche Intelligenz“ in der Endoskopie in Saalfeld testen zu können", zeigte sich Professor Dr. Konturek erfreut.

Logo