Saalfelder Klinik ist nun Adipositaszentrum

  • Pressemitteilung

Drei Zentren sind ab sofort mit der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie der Thüringen-Kliniken verbunden. Neu ist die Auszeichnung als Adipositaszentrum, verteidigt wurden die Titel „Darmkrebszentrum“ sowie „Zentrum für minimal-invasive Chirurgie“.

„Vom Erstgespräch über die Operation bis zur Nachsorge“, so umreißt Chefarzt Dr. med. Herry Helfritzsch das Spektrum des Kompetenzzentrums für Adipositas- und Metabolische Chirurgie. Betreut werden dort Patientinnen und Patienten mit krankhaftem Übergewicht. Saalfeld ist thüringenweit das vierte Zentrum dieser Art. Ein Team von Fachärzten um Oberarzt Dr. med. Andreas Fischer und Dr. med. univ. Tamara Nutz stellt sich der „Bekämpfung“ der morbiden Adipositas (extremes Übergewicht) sowie begleitender metabolischer Störungen. Dabei stehen neben den operativen Erfahrungen ebenso die kompetente Beratung, Betreuung und Behandlung von Patienten mit Übergewicht im Mittelpunkt. Dafür bietet die Klinik alle gängigen OP-Verfahren der Adipositaschirurgie an.

Erstmals re-zertifiziert wurde das Darmkrebszentrum Saalfeld, das seit 2019 an den Thüringen-Kliniken besteht. Viszeralchirurgen, Gastroenterologen, Onkologen, Radiologen und Pathologen arbeiten an den Thüringen-Kliniken eng und kooperativ zusammen, um die Patienten zu behandeln. So werden zum Beispiel alle Patienten im „Tumorboard“, einer regelmäßigen Konferenz der Ärzte, besprochen. Dort legen die Ärzte interdisziplinär die Therapiestrategien entsprechend der Leitlinien und unter Berücksichtigung der individuellen Situation jedes einzelnen Patienten fest. Darmkrebs gehört zu den häufigen Tumorerkrankungen. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 65.000 Menschen an Darmkrebs. Am Saalfelder Darmkrebszentrum werden alle operativen Verfahren der Erkrankung offen-chirurgisch sowie minimal-invasiv-laparoskopisch durchgeführt. Auch die Resektion von Metastasen in Leber oder Lunge erfolgt im Darmkrebszentrum. Zur Behandlung von peritonealen Metastasen (die sich im Bauchraum bilden) werden sowohl das HIPEC-Verfahren wie auch die PIPAC-Methode in Saalfeld vorgenommen. Nähere Details zu diesen Verfahren sind auf der Webseite der Klinik zu lesen. Das Darmkrebszentrum Saalfeld wird von der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. empfohlen.

In Thüringen gibt es zwei zertifizierte Kompetenzzentren für minimal-invasive Chirurgie. Eines davon gehört seit mittlerweile elf Jahren zur Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie der Thüringen-Kliniken – und wurde ebenso jetzt re-zertifiziert. Damit wurden die personelle und sachliche Ausstattung sowie die Erfahrung des Teams um den Chefarzt als qualitativ gut bewertet. Eine leitliniengerechte Behandlung könne in Saalfeld sichergestellt werden, urteilten die Auditoren. Immer mehr Standardoperationen werden heute mit kleinen Schnitten durchgeführt – als minimal-invasive Verfahren, die auch als Knopfloch- oder Schlüssellochchirurgie bekannt sind. Durch kleine Hautschnitte werden so genannte Trokare und Endoskope eingeführt, auf einem Bildschirm verfolgen die Operateure die genaue Position des Instruments im Körper bzw. im betroffenen Organ. Die Vorteile für die Patienten bestehen darin, dass zum einen die Schwere des Eingriffs deutlich reduziert wird, zum anderen die Genesung schneller voranschreiten kann.

Alle drei Zentren haben innerhalb der Thüringen-Kliniken zahlreiche Partner. „Für eine an den Leitlinien orientierte Betreuung unserer Patientinnen und Patienten kooperieren wir auch eng mit niedergelassenen Ärzten sowie anderen Kliniken und Einrichtungen.“ Darauf verwies Chefarzt Dr. med. Herry Helfritzsch, der seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankte, ohne deren herausragendes Engagement keine der drei Zertifizierungen zu realisieren gewesen wäre.

Kontakt

Dr. Herry Helfritzsch

Chefarzt

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

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