Einmal-Endoskope im Test

  • Pressemitteilung

Kürzlich hatten Professor Dr. med. Peter Konturek und sein Team die Möglichkeit, sogenannte Einmal-Endoskope zu testen. Wie der Name sagt, werden diese Geräte nur einmal bei den Patienten zur Spiegelung verwendet und danach entsorgt.

Der Vorteil der Einmalgeräte besteht in erster Linie in der Minimierung der Infektionen, insbesondere bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem, wie zum Beispiel nach einer Transplantation, bei Patienten mit einer Chemotherapie oder Patienten mit angeborenen bzw. erworbenen Immundefekten. Außerdem können Einmal-Endoskope erfolgreich bei Patienten eingesetzt werden, die mit sogenannten multiresistenten Keimen infiziert sind. Somit reduziert man das Risiko der Verschleppung von Keimen.

Die Einmal-Endoskope unterscheiden sich bei einigen Aspekten von herkömmlichen Endoskopen (unterschiedliche Bildqualität und -stabilität sowie Luft- und Wassergabe). „Es ist schon ein ganz anderes Gefühl, wenn man mit einem Einmal-Endoskop den Patienten untersucht“, sagte Prof. Dr. Konturek, der sehr erfreut über die Test-Möglichkeit dieser Ambu-Geräte war. Die Einmal-Endoskope haben auch aus hygienischer Sicht viele Vorteile. Insbesondere können Infektionsausbrüche auf ein Minimum reduziert werden. "Dennoch sind weitere Studien und Entwicklungen auf diesem Gebiet notwendig, um diese Geräte in naher Zukunft in der täglichen Routine einzusetzen", so der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II abschließend.

Professor Dr. med. Peter Konturek und Schwester Doreen.

Kontakt

Prof. Dr. med. Peter Konturek

Chefarzt

Klinik für Innere Medizin II Saalfeld

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