Information für Patienten mit Darmkrebs

Liebe Patientin, lieber Patient,

Sie leiden an einem gutartigen oder bösartigen Darmtumor, welcher in einer Vorsorgekoloskopie diagnostiziert wurde und endoskopisch nicht abtragbar war. Je  nach  Größe  der  Tumoren  muss  dahingehend  zur  vollständigen  Entfernung  eine Operation   erfolgen. Das Ziel bei der Behandlung bösartiger Tumoren (Karzinome) ist dabei die vollständige Entfernung der Tumoren mit dem Tumor-tragenden Darmanteil.

In Deutschland liegt das Auftreten bösartiger Darmtumoren zwischen 30 bis 35 Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner. Meistens sind dabei ältere Patienten betroffen.

Sollte bei Ihnen ein bösartiger Tumor festgestellt worden sein, so sind umfangreiche diagnostische Maßnahmen notwendig. Die Darmspiegelung spielt dabei eine grundlegende Rolle, da hier nach Probenentnahme die Art des Tumors durch den Pathologen festgestellt werden kann. In mehr als 90 Prozent der bösartigen Tumoren des Dickdarmes handelt es sich um sog. Adenokarzinome (Krebszellen, welche sich von Schleimzellen der Darmschleimhaut ableiten).

Im Rahmen der Umfelddiagnostik, welche in unserem Haus durchgeführt werden kann, werden die Größe, die Lage und ggf. die Ausbreitung von Tochtergeschwülsten evaluiert. Dafür stehen Verfahren wie

  • die CT-Untersuchung,
  • die MRT-Untersuchung,
  • der endorektale Ultraschall und weitere

zur Verfügung.

Alle Befunde werden dann gemeinsam mit unseren Spezialisten im interdisziplinären Tumorboard im Klinikstandort Saalfeld besprochen. Dabei werden Behandlungsstrategien und das Procedere für die Operation festgelegt.

Als Operationsmethoden stehen offene sowie minimal-invasive (laparoskopische) Resektionsverfahren zur Verfügung. Die Gleichwertigkeit beider Verfahren zur Behandlung bösartiger Tumoren wurde in wissenschaftlichen Studien (COLOR- I- und COLOR-II-Studie) bestätigt.

Sollten Sie an einem Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) leiden, so wird im Vorfeld einer möglichen Operation die Notwendigkeit einer neoadjuvanten Behandlung (Vorbehandlung vor einer Operation) evaluiert. Je nach Größe einer Mastdarmgeschwulst kann es notwendig sein, eine Chemo- und Strahlentherapie durchzuführen, um ein besseres Operationsergebnis bzw. Langzeitüberleben zu sichern.

Gemeinsam mit Ihnen werden alle Behandlungsmaßnahmen und Operationsabfolgen besprochen und entsprechend aufgeklärt. Es ist unser Ziel, Ihnen Ängste und Sorgen bei der Behandlung bösartiger Tumoren zu nehmen. Daher ist es uns wichtig, diese Behandlungsmaßnahmen detailliert mit Ihnen zu besprechen.

Nach erfolgter Operation werden die Ergebnisse und Behandlungsmaßnahmen erneut im Tumorboard mit allen Fachspezialisten besprochen. Sollten sich weitere Behandlungsmaßnahmen bzgl. einer Chemotherapie ergeben, so werden wir diese kurzfristig mit unserer kooperierenden onkologischen Praxis PD Dr. med Ruffert abstimmen und für sie Termine vereinbaren.

Die optimale operative Versorgung ist uns für unsere Patienten sehr wichtig. Daher werden alle operativen Ergebnisse bei bösartigen Tumorerkrankungen im Rahmen der laufenden Qualitätssicherungsstudien der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie evaluiert.

Das Team der Allgemein- und Viszeralchirurgie Pößneck steht Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie einen Termin in unserer chirurgischen Sprechstunde.

Dr. med. Michael FiedlerChefarzt; Facharzt für allgemeine und spezielle Viszeralchirurgie, Proktologie Fiedler, Michael (Dr. med.) (Chefarzt; Facharzt für allgemeine und spezielle Viszeralchirurgie, Proktologie) vergrößern Fiedler, Michael (Dr. med.) (Chefarzt; Facharzt für allgemeine und spezielle Viszeralchirurgie, Proktologie) Dr. med. Michael FiedlerChefarzt; Facharzt für allgemeine und spezielle Viszeralchirurgie, Proktologie Hohes Gäßchen 8-10,
07381 Pößneck
Tel.03647 436-6217Fax03647 436-6213

 

 

Logo