Adipositas-Chirurgie

In der Klinik für Allgemein- Viszeral- und Thoraxchirurgie Saalfeld der Thüringen-Kliniken hat sich ein Team von Fachärzten gebildet, um sich der „Bekämpfung“ der morbiden Adipositas (extremes Übergewicht) sowie begleitender metabolischer Störungen zu stellen. Dabei stehen Erfahrungen im Bereich Adipositas-Chirurgie sowie die kompetente Beratung, Betreuung und Behandlung von Patienten mit Übergewicht im Mittelpunkt. Dafür bietet die Klinik spezielle chirurgische Maßnahmen, wie zum Beispiel Schlauchmagen, Roux-en-Y-Magenbypass oder Omega-Loop-Magenbypass, an.

Schlauchmagen

Beim Schlauchmagen wird mittels einer operativen Magenverkleinerung ein Gewichtsverlust angestrebt. Der Begriff „Schlauchmagen“ leitet sich von dem Operationsergebnis ab, bei dem ein schlauchförmiger Magenrest bestehen bleibt. Aufgrund des deutlichen kleinen Magenvolumens nimmt die Nahrungszufuhr ab: Der Anteil des Magens, der während der Operation entfernt wird, bildet unter anderem das für das Hungergefühl verantwortliche Hormon „Ghrelin“. Nach dem Entfernen dieses Magenanteils treten Hungergefühle und „Heißhungerattacken“ deutlich seltener auf.

Roux-en-Y-Magenbypass

Normalerweise gelangt der vorverdaute Speisebrei durch den Magen in den Zwölffingerdarm und wird dort mit Verdauungssäften aus der Bauchspeicheldrüse und der Galle verwertet. Durch die Magenbypass-Operation werden ein großer Teil des Magens und ein Stück des Dünndarms, in den die Verdauungssäfte aus Bauchspeicheldrüse und Galle fließen, herausgenommen und erst später wieder seitlich an den Dünndarm angenäht. 
Der Restmagen und der Rest­dünn­­darm werden miteinander verbunden. Somit wird die Nahrungspassage verkürzt, es wird weniger Nahrung verdaut. Durch das Umleiten der Verdauungssäfte, die zur Fettverdauung notwendig sind, kommt es vor allem zu einer deutlich verkürzten Fettaufnahme.

Omega-Loop-Magenbypass 

(so genannter Mini-Bypass oder 1-Anasto­mosen-Bypass)
Der Magen wird unter Bildung eines langen und engen Magenpouches komplett durchtrennt. Durch die drastische Verkleinerung des Magenvolumens und durch eine Umgehung des ersten Dünndarmabschnittes wird sowohl die Essmenge an sich als auch die Aufnahme der Nahrung aus dem Darm reduziert.  
Es handelt sich bei dieser Operation um eine Variante einer Magenbypass-Operation mit nur einer Verbindung zwischen dem Magen und dem Darm, bei der in der Regel 150 bis 200 Zentimeter Dünndarm ausgeschaltet werden.   Es kommt auch zu hormonellen Veränderungen, die zu einer Reduktion des Hungergefühles und zu einer Verbesserung eines eventuell bestehenden Diabetes führen. 
Der Vorteil dieser Methode liegt in einer kürzeren Operationszeit und Risikoreduktion wegen der Einsparung einer Nahtverbindung im Gegensatz zum herkömmlichen Roux-en-Y-Magenbypass und einer möglicherweise stärkeren Gewichtsabnahme.

Adipositas-Sprechstunde
mittwochs 12:00 bis 15:00 Uhr

Anmeldung über das Chefarztsekretariat, Frau Heller

 
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